Rebsorte Carmenère

Carmenère gilt als die „Signature Grape“ Chiles. Fast die Hälfte der weltweiten Bestände wachsen dort. Ursprünglich stammt die Sorte aber aus Bordeaux, wo vor der Reblauskatastrophe weit verbreitet war. Sie ergibt Weine mit mittlerem Körper, weichen Tanninen, ausgeprägter Säure und tief rubinroter Farbe. Dunkle Früchte wie Brombeere, Kirsche und Pflaume, ergänzt durch Noten von Paprika, Gewürzen und erdigen Untertönen prägen die Aromatik. Carmenère wird reinsortig vinifiziert aber auch in Cuvées mit anderen Bordeaux-Sorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot. Durch die Reblaus in der Heimat beinah ausgerottet, wird sie seit einigen Jahren auch im Bordelais wieder kultiviert. Sie harmoniert gut mit Fleisch vom Grill, Eintöpfen aber auch scharf gewürzten Speisen.

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Carmenère San Leonardo Vigneti delle Dolomiti IGT 2018
94 Suckling
Carmenère San Leonardo Vigneti delle Dolomiti IGT 2018
Trentino und Südtirol, Italien
74,90 €
0,75 l,  99,87 €/l
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Carmenère Wein

Wie schmeckt ein typischer Carmenère und welche Aromen sind charakteristisch?

Ein Carmenère ist bekannt für seine opulente Fruchtigkeit gepaart mit einer einzigartigen Würze. Sie finden Aromen von reifen Brombeeren, Pflaumen und dunklen Kirschen. Das markanteste Merkmal sind jedoch die Kräuternoten: Ein Hauch von grünem Paprika, schwarzem Pfeffer, Eukalyptus oder sogar Tabak und Bitterschokolade verleiht dem Carmenère seine unverwechselbare Tiefe.

Wie lässt sich die Tannin- und Säurestruktur der Carmenère beschreiben?

Die Carmenère ist bei Weinliebhabern besonders für ihre samtene Textur beliebt. Sie besitzt in der Regel ein sehr weiches, rundes Tannin (Gerbstoffe), das weniger aggressiv ist als beim Cabernet Sauvignon. Die Säure ist moderat, was den Carmenère zu einem sehr harmonischen und „anschmiegsamen“ Rotwein macht, der den Gaumen förmlich auskleidet.

Woher hat die Carmenère ihren Namen und was sagt das über den Wein aus?

Der Name Carmenère leitet sich vom französischen Wort carmin (Karminrot) ab. Dies bezieht sich auf die prächtige Färbung der Blätter im Herbst, aber auch auf die tiefdunkle, fast violette Farbe des Weins im Glas. Wenn Sie einen Carmenère einschenken, erwartet Sie ein optisch sehr dichter und farbintensiver Wein.

Warum gilt Chile heute als die wichtigste Heimat für die Carmenère?

Nachdem die Carmenère in Europa fast vollständig verschwunden war, überlebte sie in Chile, weil sie dort fälschlicherweise für eine Variante des Merlots gehalten wurde. Das trockene, sonnenreiche Klima Chiles bietet der Carmenère die idealen Bedingungen, um ihre sehr lange Reifezeit (sie braucht viel länger als andere Sorten) vollenden zu können, ohne durch frühen Regen Schaden zu nehmen.

Was sind die perfekten Speisebegleiter für einen Carmenère?

Durch seine würzige Art ist der Carmenère ein Traum zu pikant gewürzten Gerichten. Er passt hervorragend zu Fleisch mit Kräuterkruste, Lamm oder Wild. Mein besonderer Tipp: Probieren Sie Carmenère zu chilenischen Empanadas oder Gerichten mit Rauchpaprika (Pimentón). Auch die indische oder mexikanische Küche harmoniert überraschend gut mit der Würze dieser Rebe.

Wie unterscheidet sich Carmenère von einem klassischen Merlot?

Lange Zeit wurden sie verwechselt, doch im Glas ist der Unterschied deutlich: Während der Merlot meist weichere, rein fruchtige Noten (Pflaume) zeigt, hat der Carmenère immer diese charakteristische Würze und Kräuternote. Zudem reift der Carmenère im Weinberg etwa zwei bis drei Wochen später als der Merlot.

Was ist der Unterschied zwischen Carmenère und Cabernet Sauvignon?

Der Cabernet Sauvignon hat deutlich kräftigere, oft kantigere Tannine und eine höhere Säure. Der Carmenère wirkt im direkten Vergleich weicher, fleischiger und weniger streng, ohne dabei die aromatische Komplexität zu verlieren.

Warum wird Carmenère oft als „würziger“ wahrgenommen als andere Rebsorten?

Das liegt an den sogenannten Pyrazinen. Das sind natürliche Aromastoffe, die auch in Paprika vorkommen. Die Carmenère hat eine genetische Veranlagung für einen höheren Gehalt dieser Stoffe. In der richtigen Dosierung macht genau das den Reiz und die Einzigartigkeit der Carmenère aus.

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