Rebsorte Dornfelder

Die Rebsorte Dornfelder ist die erfolgreichste rote Neuzüchtung aus Deutschland. Der Dornfelder ist bekannt für mittleren Körper und weiche Tannine – wie auch die tiefdunkle Farbe. Er darf aber nicht mit der ähnlich klingenden Sorte Dunkelfelder verwechselt werden. Der Dornfelder zeigt meist viel dunkle Frucht wie Kirsche, schwarze Johannisbeere oder auch Hollunder, oft begleitet von Gewürz- und Eichennoten, wenn der Wein im Holzfass gereift wurde. Er eignet sich gut als unkomplizierter und zugänglicher Begleiter einer Vielzahl von Gerichten, wie gebratenem oder gegrilltem Fleisch, Wurstwaren aber auch herzhaften Eintöpfen. Dornfelder-Weine werden meist jung getrunken, um ihre fruchtige Frische zu genießen, können aber auch bei sorgfältiger Vinifikation eine gewisse Lagerfähigkeit aufweisen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Dornfelder Wein

Wie lässt sich das typische Aromenprofil der Rebsorte Dornfelder beschreiben?

Der Dornfelder ist eine wahre Beeren-Explosion. In der Nase und am Gaumen dominieren intensive Noten von Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Oft finden sich auch florale Anklänge, die an Veilchen erinnern. Wenn der Wein im Holzfass ausgebaut wurde, gesellen sich feine Nuancen von Vanille und Röstaromen dazu.

Welche Struktur in Bezug auf Säure und Tannine weist die Rebsorte Dornfelder auf?

Das Erfolgsgeheimnis der Rebsorte Dornfelder ist ihre milde Struktur. Sie besitzt eine eher moderate Säure und sehr weiche, harmonische Tannine (Gerbstoffe). Das macht den Wein besonders geschmeidig und verhindert das oft als störend empfundene „pelzige“ Gefühl am Gaumen.

Warum besitzt die Rebsorte Dornfelder eine so intensiv dunkle Farbe?

Der Dornfelder gehört zu den sogenannten Färbertrauben-Typen (obwohl er streng genommen keine echte Färbertraube ist). Seine Schalen sind extrem reich an Farbstoffen. Dadurch leuchtet der Wein im Glas oft in einem tiefdunklen Purpur- oder Schwarzrot, was ihn optisch sehr hochwertig und kräftig erscheinen lässt.

Woher stammt die Rebsorte Dornfelder ursprünglich?

Die Rebsorte Dornfelder ist eine deutsche Neuzüchtung aus dem Jahr 1955. Sie wurde von August Herold an der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg kreiert. Benannt wurde sie übrigens nach Immanuel Dornfeld, einem Kameralverwalter, der sich im 19. Jahrhundert stark für die Gründung der Weinbauschule eingesetzt hatte.

In welchen Anbaugebieten fühlt sich die Rebsorte Dornfelder am wohlsten?

Der Dornfelder ist die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung bei den Rotweinen. Seine Hauptheimat liegt in der Pfalz und in Rheinhessen. Dort findet er die nährstoffreichen Böden (Löss, Lehm, Kalk), die er benötigt, um seine volle Kraft und Farbtiefe zu entwickeln.

Welchen Einfluss hat das Klima auf den Anbau der Rebsorte Dornfelder?

Die Rebsorte Dornfelder ist recht robust, schätzt aber warme Lagen, um die Trauben voll ausreifen zu lassen. Da sie früh austreibt, ist sie etwas spätfrostgefährdet, aber ihre Resistenz gegen Fäulnis macht sie bei Winzern sehr beliebt, da sie auch in feuchteren Herbsten gesundes Lesegut liefert.

Welches Food-Pairing passt am besten zur Rebsorte Dornfelder?

Aufgrund seiner Fruchtigkeit und milden Struktur ist der Dornfelder ein Allrounder. Er passt hervorragend zu herzhaften Braten, Wildgerichten oder einer klassischen Vesperplatte mit kräftigem Käse und Schinken. Mein Geheimtipp: Probieren Sie einen trockenen, fruchtigen Dornfelder mal zu Pizza oder Pasta mit Fleischsaucen – die Frucht des Weins harmoniert wunderbar mit Tomatensaucen.

Wie unterscheidet sich die Rebsorte Dornfelder vom klassischen Spätburgunder?

Während der Spätburgunder (Pinot Noir) die „Diva“ ist – hell, elegant, tanninreich und komplex –, ist der Dornfelder das „Kraftpaket“. Der Dornfelder ist viel dunkler, hat weniger Säure, weichere Gerbstoffe und eine deutlich simplere, aber sehr einladende Fruchtstruktur.

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Pinot Noir / Spätburgunder

Der Pinot Noir, zu deutsch Spätburgunder, ist eine heute weltweit verbreitete rote Rebsorte und zugleich Basis einiger der rarsten und exquisitesten Weine der Welt. Insbesondere in Frankreich (vor allem im Burgund) und Deutschland (an der Ahr und in Baden) hat die Sorte eine sehr lange Tradition der Exzellenz.

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Regent

Der Regent ist eine rote Neuzüchtung aus Deutschland. Er wurde in den späten 1960er Jahren entwickelt, vor allem mit dem Ziel, eine ertragssichere und krankheitsresistente rote Sorte zu schaffen – und das war durchaus erfolgreich.

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Malbec

Malbec ist eine rote Rebsorte, die ursprünglich aus Frankreich stammt und heute vor allem in Argentinien angebaut wird. Die Weine sind tiefrot und vollmundig, mit mittlerem bis hohem Tannin und Säure. Malbec-Weine zeigen typischerweise Aromen von dunklen Früchten wie Pflaume und Brombeere, ergänzt durch Gewürz- und Schokoladennoten.

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Merlot

Merlot ist eine rote Rebe, die zu den drei großen Sorten des Bordeaux zählt. Sie wird weltweit angebaut, ist aber besonders in Frankreich und Kalifornien verbreitet. Die Weine sind mittelkräftig bis kräftig, mit eher weichen Tanninen und einer moderaten Säure. Merlot-Weine zeigen typischerweise Aromen von roten und schwarzen Früchten wie Kirsche, Pflaume und schwarzer Johannisbeere, ergänzt durch Noten von Vanille, Schokolade und Gewürzen. Die Traube wird häufig in Cuvees wie im Bordeaux-Wein verwendet.

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Carignan

Der Carignan stammt ursprünglich aus Spanien – ist heute aber vor allem im benachbarten Süden Frankreichs, dem Languedoc-Roussillon zuhause. Eine tiefdunkle Farbe, kräftige Tannine und hohe Säure sind seine Kennzeichen.

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Bobal

Der spanische Bobal stammt aus der Weinbauregion Utiel-Requena in der Nähe von Valencia. Seine dickschaligen Trauben machen ihn widerstandsfähig gegenüber Dürre. Sie sorgen auch für die fast undurchsichtige violette Farbe, hohe Tannine und viel Struktur. Typische Aromen sind dunkle Beeren, wie Kirsche und Pflaume, begleitet von Gewürz- und Kräuternoten.

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Albariño

Alvarinho, auf Spanisch Albariño, stammt aus dem Nordwesten der Iberischen Halbinsel, wo sie beiderseits des Flusses Minho wächst – in Portugals Region Vinho Verde und im spanischen Galicien, vor allem in der DOP Rías Baixas.

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Catarratto

Der Catarratto ist eine autochthone weiße Rebe aus Sizilien, Italien. Er zählt dort zu den meistangebauten Trauben. Catarratto-Weine sind in der Regel frisch und fruchtig, mit mittlerem Körper und guter Säure. Typische Aromen sind Zitrusfrüchte, grüner Apfel und florale Noten, oft begleitet von einem Hauch von Mandel und Mineralität.

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Chasselas

Chasselas ist eine weiße Rebsorte, die vor allem in der Schweiz, insbesondere im Waadtland, angebaut wird. Weiter Bestände finden sich in Frankreich, und in Deutschland und Österreich unter dem Namen Gutedel.

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Garganega

Garganega ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in der italienischen Region Venetien angebaut wird. So wenig geläufig die Sorte, so berühmt der daraus vinifizierte Wein: der Soave. Meist ist er leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und viel Finesse. Die Weine zeigen Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln, Birnen und Blumen, ergänzt durch Mandel- und mineralische Noten, die vom vulkanischen Terroir stammen.

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Grüner Veltliner

Grüner Veltliner ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Österreich angebaut wird und die bekannteste Traube des Landes ist. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und einem charakteristischen Pfefferaroma, das oft mit weißen Pfefferkörnern oder Radieschen verglichen wird.

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Weißburgunder

Die Weißburgunder-Rebe – in Frankreich Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco genannt – ist das hellste Mitglied der großen Burgunder Familie. Die Sorte erbringt frische, fruchtige Weine, deren Säure je nach Machart von moderat bis kräftig variieren kann und die zarte Fruchtaromen wie Äpfel, Birnen oder Zitrusfrüchte, nicht selten ergänzt von nussigen Noten wie Mandel entwickelt.

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