Rebsorte Gamaret

Gamaret ist eine Schweizer Neuzüchtung aus den 1970er Jahren. Die rote Sorte wird hauptsächlich im Wallis und Waadtland angebaut. Die Traube ist eine Kreuzung aus Gamay und Reichensteiner und wurde für die besonderen Herausforderungen des Schweizer Klimas entwickelt. Ihre Weine sind kräftig und tiefdunkel, mit guter Struktur, kräftigen Tanninen und intensivem Aroma. Sie zeigen Noten von dunklen Beeren wie Brombeere, Kirsche und Cassis, begleitet von würzigen, und pfeffrigen Untertönen. Gamaret wird häufig mit Gamay, Pinot Noir oder Merlot verschnitten, um Komplexität und Struktur hinzuzufügen. Er macht sich gut als Begleiter zu herzhaften Speisen, wie gegrilltem oder geschmortem Fleisch, Wild und kräftigen Käsesorten. Gamaret-Weine sollten innerhalb der ersten 10 Jahre getrunken werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Gamaret Wein

Wie lässt sich der Geschmack der Rebsorte Gamaret am besten beschreiben?

Die Rebsorte Gamaret bringt Weine hervor, die durch ihre intensive, dunkle Frucht bestechen. Denken Sie an reife Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und dunkle Kirschen. Was ihn jedoch wirklich auszeichnet, ist seine markante würzig-pfeffrige Note, die oft an Syrah erinnert.

Wie ist die Struktur von Tannin und Säure bei der Rebsorte Gamaret?

Im Gegensatz zu ihrem Elternteil (dem Gamay) besitzt die Rebsorte Gamaret eine sehr solide Struktur. Sie hat kräftige, aber meist gut gereifte Gerbstoffe (Tannine) und eine moderate, harmonisch eingebundene Säure. Das verleiht dem Wein ein vollmundiges und strukturiertes Mundgefühl.

Welchen Einfluss hat der Ausbau im Holzfass auf die Rebsorte Gamaret?

Die Rebsorte Gamaret liebt das Eichenfass! Da sie über genügend Körper und Struktur verfügt, harmoniert sie prächtig mit Barrique-Aromen. Durch den Holzausbau gewinnen die Weine oft zusätzliche Noten von Vanille, dunkler Schokolade und Tabak, was ihre Komplexität enorm steigert.

Woher stammt die Rebsorte Gamaret ursprünglich?

Die Rebsorte Gamaret ist eine relativ junge Züchtung. Sie entstand 1970 in der Schweiz an der Forschungsanstalt Changins durch eine Kreuzung von Gamay und Reichensteiner. Das Ziel war es, eine Sorte zu schaffen, die die Finesse des Gamay mit mehr Farbkraft und Widerstandsfähigkeit verbindet.

In welchen Regionen wird die Rebsorte Gamaret heute hauptsächlich angebaut?

Das Hauptanbaugebiet der Rebsorte Gamaret ist die Schweiz, insbesondere die Kantone Genf, Waadt (Vaud) und das Wallis. Aber auch in Deutschland (z.B. in Baden oder der Pfalz) und in Norditalien findet man mittlerweile immer häufiger kleine, aber feine Flächen dieser Sorte.

Welche Speisen passen perfekt zu einem Wein der Rebsorte Gamaret?

Wegen ihrer würzigen Struktur ist die Rebsorte Gamaret ein fantastischer Begleiter zu herzhaften Fleischgerichten. Denken Sie an geschmorte Lammhaxe, Rindersteak vom Grill oder Wildgerichte wie Reh-Rücken. Auch zu würzigem Bergkäse oder einer klassischen Schweizer Fleischplatte ist sie ein Genuss.

Was ist der Unterschied zwischen der Rebsorte Gamaret und ihrer „Schwester“ Garanoir?

Beide entstanden aus der gleichen Kreuzung (Gamay x Reichensteiner). Während der Garanoir eher weich, fruchtig und früh trinkreif ist, ist die Rebsorte Gamaret der kraftvollere Part: dunkler, gerbstoffreicher und wesentlich besser für den Ausbau im Holzfass geeignet.

Wie unterscheidet sich die Rebsorte Gamaret von ihrem Elternteil Gamay?

Stellen Sie sich den Gamay als den hellen, fröhlichen Bruder vor (wenig Tannin, helle Farbe). Die Rebsorte Gamaret ist hingegen der dunkle, ernsthafte Typ. Sie hat viel mehr Farbstoffe in der Schale und eine Struktur, die eher an Syrah oder Cabernet Sauvignon erinnert als an den klassischen Beaujolais-Stil des Gamay.

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Syrah

Das französische Rhonetal ist die Heimat der Syrah, einer roten Rebsorte, die auch in den USA und vor allem in Australien – dort meist unter dem Namen Shiraz – anzutreffen ist. So unterschiedlich die beiden Namen, so unterschiedlich sind auch die jeweiligen Stile, mit denen die genetisch identischen Rebsorten vinifiziert werden.

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Montepulciano

Montepulciano ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich in Mittelitalien angebaut wird. Ihre Weine sind vollmundig, extraktreich, mit kräftigem Alkohol und moderater Säure. Sie zeigen typischerweise Aromen von dunklen Früchten wie Pflaume, Kirschen, oft ergänzt durch Gewürz- oder Tabaknoten.

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Saperavi

Saperavi bedeutet „Färber“ – und tatsächlich gehört sie zu den wenigen Rotweinsorten, deren Schale und Fruchtfleisch farbig sind. Das erklärt die fast tintenschwarze Farbe und die intensive Persönlichkeit ihrer Weine.

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Schwarzriesling

Schwarzriesling, auch bekannt als Pinot Meunier oder Müllerrebe, ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich in Frankreich, Deutschland und ihre Heimat hat. In Frankreich spielt er insbesondere in der Champagne als traditioneller Bestandteil der Cuvée dort eine wichtige Rolle, im Süden Deutschlands ist er auch oft als eher einfacher, sortenrein ausgebauter Stillwein anzutreffen.

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Zinfandel

Die Rebsorte Zinfandel wird hauptsächlich in Kalifornien angebaut und ergibt kraftstrotzende, ausgesprochen wuchtige und dichte Rotweine mit meist hohem Alkoholgehalt. Der Geschmack ist geprägt von Aromen reifer, dunkler Beeren und Früchten wie Brombeere, Kirsche und Pflaume sowie würzigen Noten von Zimt, Nelken, Schokolade und Pfeffer.

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Zweigelt

Der Zweigelt ist eine höchst erfolgreiche rote Neuzüchtung aus Österreich, dessen Elternteile der Blaufränkisch und der St. Laurent sind. Sie erbringt violett/rote Weine von tiefer Farbe und intensiven Aromen wie Kirsche, rote und schwarze Johannisbeere oder Brombeere, dazu würzige Noten wie Vanille oder Zimt.

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Elbling

Elbling ist eine sehr alte weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Deutschland, insbesondere entlang der oberen Mosel, mit langer Geschichte angebaut wird. Die Weine sind leicht, frisch und spritzig, mit kräftig-markanter Säure und niedrigem Alkoholgehalt – was den Elbling auch als Grundwein für die Versektung besonders interessant macht.

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Furmint

Kaum eine Rebsorte ist so eng mit einem Land und seinem berühmtesten Wein verbunden wie der Furmint mit Ungarn und dem Tokajer. Die weiße Sorte gilt als Herz und Seele des legendären Süßweins – und erlebt zugleich eine bemerkenswerte Renaissance als trockener Wein.

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Grauburgunder

Grauburgunder, auch als Pinot Gris oder Pinot Grigio bekannt, ist eine weiße Rebsorte, die in vielen Weinregionen wie Frankreich, Italien und Deutschland angebaut wird.

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Müller-Thurgau

Müller-Thurgau ist eine weiße Züchtung, die vor allem in Deutschland und Österreich angebaut wird. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, zeigen moderate Säure und kräftiges Aroma, meist mit einem typischen Muskatton. Müller-Thurgau-Weine sind meist trocken oder halbtrocken ausgebaut und im Stahltank vinifiziert.

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Muscat/Muskateller

Muscat, auch bekannt als Muskateller oder Moscato, ist weniger eine einzelne Rebsorte als eine weltweit verbreitete, recht große Rebsortenfamilie zu der neben Kelter- auch Tafeltrauben gehören.

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Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten aus Frankreich. Ihren eigentlichen Ursprung hat sie an der Loire – wird inzwischen aber als zweitwichtigste Edel-Sorte nach dem Chardonnay weltweite angebaut. Insbesondere Neuseeland ist so zur zweiten Heimat des Sauvignon Blanc geworden.

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