Rebsorte Müller-Thurgau

Müller-Thurgau ist eine weiße Züchtung, die vor allem in Deutschland und Österreich angebaut wird. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, zeigen moderate Säure und kräftiges Aroma, meist mit einem typischen Muskatton. Müller-Thurgau-Weine sind meist trocken oder halbtrocken ausgebaut und im Stahltank vinifiziert. Die Sorte ist ausgesprochen ertragreich, liefert aber bei zu hohen Erträgen recht belanglose Weine. Bekommt sie etwas mehr Aufmerksamkeit, können aber durchaus interessante Qualitäten entstehen. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Elternteile der Züchtung Riesling und Silvaner waren – daher stammt auch das zuweilen immer noch anzutreffende Synonym Rivaner. Heute ist die wahre Herkunft eindeutig geklärt: Riesling x Madeleine Royal.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Müller-Thurgau Wein

Wie lässt sich der typische Geschmack der Rebsorte Müller-Thurgau beschreiben?

Die Müller-Thurgau ist eine sehr zugängliche Rebsorte. Sie duftet meist zart nach grünem Apfel, Zitrone und frischen Kräutern. Das markanteste Merkmal ist jedoch ihre feine Muskatnote (ein leicht würziger, blumiger Duft), die ihr einen sehr charmanten und einladenden Charakter verleiht.

Welche Struktur in Bezug auf Säure weist die Rebsorte Müller-Thurgau auf?

Im Vergleich zum Riesling hat die Müller-Thurgau eine deutlich mildere Säure. Das macht sie am Gaumen weich und geschmeidig. Für Weinfreunde, die empfindlich auf zu viel Säure reagieren, ist sie oft die erste Wahl, da sie sehr bekömmlich und harmonisch wirkt.

Wird die Rebsorte Müller-Thurgau eher trocken oder lieblich ausgebaut?

Man findet die Müller-Thurgau in allen Geschmacksrichtungen. Während sie früher oft halbsüß vermarktet wurde, geht der Trend heute stark zum trockenen Ausbau. Unter dem Namen "Rivaner" wird sie meist besonders frisch, trocken und spritzig vinifiziert.

Welche Elternrebsorten stecken in der Rebsorte Müller-Thurgau?

Lange Zeit dachte man, es sei eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner (daher der Name Rivaner). Moderne Gen-Analysen haben jedoch ergeben, dass die Müller-Thurgau eine Kreuzung aus Riesling und der Sorte Madeleine Royale ist.

Wer hat die Rebsorte Müller-Thurgau eigentlich gezüchtet?

Die Rebe wurde 1882 von Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau in der Forschungsanstalt Geisenheim gezüchtet. Er wollte die aromatischen Vorzüge des Rieslings mit der frühen Reife und Ertragssicherheit anderer Sorten kombinieren.

Welches Food Pairing empfiehlt sich für einen Wein der Rebsorte Müller-Thurgau?

Die Müller-Thurgau ist ein Allrounder für die leichte Küche. Sie passt hervorragend zu Vesperplatten (Brotzeit), sommerlichen Salaten, gedünstetem Fisch oder hellem Geflügel. Auch zu moderat gewürzten asiatischen Gerichten ist sie eine tolle Begleiterin.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Müller-Thurgau und Rivaner?

Rein biologisch gibt es keinen Unterschied – es ist dieselbe Rebsorte. Der Name Rivaner wird jedoch oft für Weine verwendet, die besonders trocken, jung und spritzig ausgebaut wurden, um sie vom Image des eher behäbigen, klassischen Müller-Thurgau abzugrenzen.

Wie unterscheidet sich die Rebsorte Müller-Thurgau geschmacklich vom Riesling?

Der Hauptunterschied liegt in der Säure und der Reifezeit. Die Müller-Thurgau ist viel früher reif als der Riesling, hat weniger Säure und zeigt diese typische muskatartige Würze, während der Riesling eher durch Pfirsicharomen und eine stahlige Frische besticht.

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Riesling

Riesling ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten und wird auf der ganzen Welt angebaut – allen Ländern voran natürlich in Deutschland. Er ist dabei so flexibel und wandlungsfähig wie kaum eine andere Rebe.

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Silvaner

Silvaner ist eine weiße Rebsorte, die aus Österreich stammt, ihre größte Verbreitung heute aber in Deutschland hat und hier neben dem Riesling eine wichtige Rolle spielt. Weitere nennenswerte Bestände finden sich noch im französischen Elsass. Die Weine sind bekannt für ihre frische Art, ihre Mineralität und ihren zuweilen kräftigen, erdigen Charakter.

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Verdicchio

Verdicchio ist eine sehr alte weiße Rebsorte aus Italien, die hauptsächlich in Mittelitalien angebaut wird. Die Trauben ergeben trockene bis halbtrockene Weißweine mit einer hellgelben Farbe und einem frischen, fruchtigen Geschmack. Die Aromen erinnern an grüne Äpfel, Birne, Zitrusfrüchte und Heuwiesen.

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Welschriesling

Welschriesling ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Österreich und im weiteren Donauraum des ehemaligen K.u.K.-Gebiets angebaut wird. Trotz ihres Namens ist sie mit dem Riesling nicht verwandt.

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Gewürztraminer

Kaum eine Rebsorte polarisiert so sehr wie der Gewürztraminer. Schon sein Name verrät, worum es geht: um Intensität, Würze und ein unverwechselbares Aromenspektrum, das von Litschi, Bitterorange und Rosenblättern bis zu Marzipan reicht. Es ist kein dezenter Wein und das soll er auch nicht sein. Manche mögen das, andere lehnen die Duftwolke ab.

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Grauburgunder

Grauburgunder, auch als Pinot Gris oder Pinot Grigio bekannt, ist eine weiße Rebsorte, die in vielen Weinregionen wie Frankreich, Italien und Deutschland angebaut wird.

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Barbera

Barbera ist die meistangebaute rote Rebsorte im norditalienischen Piemont – aber auch in der Lombardei und der Emilia-Romagna verbreitet. Sie liefert fruchtige, zugängliche Rotweine mit intensiv rubinroter Farbe und Aromen von roten Früchten, Kirschen, Pflaumen und Gewürzen. Am Gaumen sind sie mittelkräftig, mit moderaten Tanninen und auch bei Vollreife noch lebendiger Säure.

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Portugieser

Der Portugieser, auch Blauer Portugieser ist eine rote Rebsorte, die aus ehemaligen K.u.K-Gebieten im Nordwesten Sloweniens stammt und inzwischen hauptsächlich in Deutschland und Österreich angebaut wird. Mit dem Land, das sie im Namen trägt, hat sie dagegen nichts zu tun.

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Schwarzriesling

Schwarzriesling, auch bekannt als Pinot Meunier oder Müllerrebe, ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich in Frankreich, Deutschland und ihre Heimat hat. In Frankreich spielt er insbesondere in der Champagne als traditioneller Bestandteil der Cuvée dort eine wichtige Rolle, im Süden Deutschlands ist er auch oft als eher einfacher, sortenrein ausgebauter Stillwein anzutreffen.

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Trousseau Noir/Bastardo

Der Trousseau Noir ist eine aus dem französischen Jura stammende rote Rebsorte. Während sie heute dort nur noch geringe Flächen einnimmt, spielt sie heute – unter ihrem Synonym Bastardo – eine deutlich relevantere Rolle auf der iberischen Halbinsel.

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Zinfandel

Die Rebsorte Zinfandel wird hauptsächlich in Kalifornien angebaut und ergibt kraftstrotzende, ausgesprochen wuchtige und dichte Rotweine mit meist hohem Alkoholgehalt. Der Geschmack ist geprägt von Aromen reifer, dunkler Beeren und Früchten wie Brombeere, Kirsche und Pflaume sowie würzigen Noten von Zimt, Nelken, Schokolade und Pfeffer.

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Zweigelt

Der Zweigelt ist eine höchst erfolgreiche rote Neuzüchtung aus Österreich, dessen Elternteile der Blaufränkisch und der St. Laurent sind. Sie erbringt violett/rote Weine von tiefer Farbe und intensiven Aromen wie Kirsche, rote und schwarze Johannisbeere oder Brombeere, dazu würzige Noten wie Vanille oder Zimt.

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