Rebsorte Petit Verdot

Petit Verdot ist eine rote Rebsorte, die aus dem Bordeaux stammt, heute aufgrund ihrer hohen klimatischen Ansprüche heute aber vor allem in Australien und Südamerika angebaut wird. Die Weine sind kräftig, mit hohen Tanninen und einer hohen Säure. Petit Verdot-Weine zeigen typischerweise Aromen von dunklen Früchten wie schwarzer Johannisbeere und Pflaume, ergänzt durch Noten von Gewürzen und Tabak. Die Traube wird traditionell in Cuvees eingesetzt, um Weinen eine tiefere Farbe und Struktur zu verleihen. Sortenrein ist die dagegen eher selten zu finden. Blends mit Petit Verdot eignen aufgrund ihrer kräftig-intensiven Art Begleiter zu kräftigem Fleisch und Wildgerichten. Die Weine benötigen aber meist oft eine lange Reifezeit, um die Tannine abzurunden und zugänglicher zu werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Petit Verdot Wein

Wie lässt sich das typische Aromenprofil der Petit Verdot beschreiben?

Die Petit Verdot ist berühmt für ihre tiefdunkle, fast violette Farbe und ein intensives Bouquet. Typisch sind Aromen von schwarzen Früchten wie Brombeere, Pflaume und Heidelbeere. Was sie jedoch besonders macht, sind ihre floralen Noten, allen voran Veilchen und Flieder, gepaart mit würzigen Akzenten von Graphit, dunkler Schokolade und Salbei.

Welche Struktur in Bezug auf Tannine und Säure weist die Petit Verdot auf?

Diese Rebsorte ist nichts für schwache Nerven! Petit Verdot besitzt eine beachtliche Tanninstruktur (Gerbstoffe) und eine überraschend lebendige Säure. Das macht sie im Mund sehr präsent und verleiht ihr ein kraftvolles, fast schon muskulöses Rückgrat. Wenn sie vollreif gelesen wird, wirken die Tannine jedoch eher reif und körnig als aggressiv.

Ist ein Wein aus Petit Verdot eher trocken oder süß?

Ein Petit Verdot wird fast ausschließlich knochentrocken ausgebaut. Durch die intensive Fruchtkonzentration und den oft höheren Alkoholgehalt (durch die späte Reife) kann er am Gaumen jedoch eine gewisse „Süße“ oder Fülle suggerieren, obwohl der Restzuckergehalt minimal ist.

In welchen Weinregionen weltweit wächst Petit Verdot am besten?

Ursprünglich stammt die Rebe aus dem Bordeaux (Frankreich), wo sie aber oft Schwierigkeiten hat, vollreif zu werden. Deshalb glänzt sie heute vor allem in sonnenverwöhnten Regionen wie Spanien (Toledo/La Mancha), Australien, Kalifornien, Südafrika und der Maremma in der Toskana. Dort bekommt sie die nötige Wärme, um ihr volles Potenzial zu entfalten.

Welchen Einfluss hat das Klima auf die Reifung der Petit Verdot?

Der Name ist Programm: „Petit Verdot“ bedeutet sinngemäß „der kleine Grüne“. Das liegt daran, dass die Sorte sehr spät reifend ist. In kühlen Jahren bleibt sie oft grün und unreif. Sie benötigt einen langen, warmen Herbst, um die harten Säuren in Zucker und die grünen Tannine in seidige Strukturen umzuwandeln.

Welches Food Pairing empfiehlt sich für einen kräftigen Petit Verdot?

Aufgrund der hohen Tannine braucht die Petit Verdot einen Partner mit Fett und Eiweiß, um die Struktur zu puffern. Perfekt sind geschmorte Lammshaxen, Rindersteak vom Grill oder Wildgerichte mit dunklen Saucen. Auch würziger Hartkäse (wie alter Manchego oder Cheddar) harmoniert hervorragend.

Wie unterscheidet sich Petit Verdot geschmacklich von Cabernet Sauvignon?

Obwohl beide kraftvoll sind, ist die Petit Verdot oft dunkler in der Farbe und zeigt mehr florale Nuancen (Veilchen) als der eher auf Cassis und Paprika fokussierte Cabernet. Zudem wirkt Petit Verdot am Gaumen oft „schwerer“ und besitzt eine markantere Säure.

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Gamay

Gamay ist eine rote Rebsorte, die vor allem in der französischen Region Beaujolais angebaut wird. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, mit niedrigen Tanninen und lebhafter Säure. Gamay-Weine zeigen Aromen von roten Früchten wie Erdbeere, rote Kirsche oder auch Himbeere ergänzt durch florale Noten.

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Grenache

Grenache ist eine rote Rebsorte, die vor allem im südlichen Frankreich und Spanien (wo sie als Garnacha bekannt ist) angebaut wird. Die Weine sind typischerweise mittelkräftig bis kräftig, mit niedrigen Tanninen und hoher Säure.

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Lagrein

Der Lagrein ist die älteste urkundlich belegte Rebsorte Südtirols – erstmals 1318 erwähnt. Sein Name leitet sich vermutlich von der Vallagarina, dem südlichen Etschtal, ab.

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Mourvèdre/Monastrell

Mourvèdre ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich im Süden Frankreichs und Spanien – dort unter dem Namen Monastrell – angebaut wird. Die Weine sind tieffarbig, mittelkräftig bis kräftig, mit hohen, in der Jugend oft ruppigen Tanninen und einer moderaten bis hohen Säure.

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Pinot Noir / Spätburgunder

Der Pinot Noir, zu deutsch Spätburgunder, ist eine heute weltweit verbreitete rote Rebsorte und zugleich Basis einiger der rarsten und exquisitesten Weine der Welt. Insbesondere in Frankreich (vor allem im Burgund) und Deutschland (an der Ahr und in Baden) hat die Sorte eine sehr lange Tradition der Exzellenz.

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Schwarzriesling

Schwarzriesling, auch bekannt als Pinot Meunier oder Müllerrebe, ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich in Frankreich, Deutschland und ihre Heimat hat. In Frankreich spielt er insbesondere in der Champagne als traditioneller Bestandteil der Cuvée dort eine wichtige Rolle, im Süden Deutschlands ist er auch oft als eher einfacher, sortenrein ausgebauter Stillwein anzutreffen.

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Aligoté

Im Burgund stand der Aligoté über Jahrhunderte im Schatten ihrer „Geschwister“ Chardonnay und Pinot Noir.

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Garganega

Garganega ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in der italienischen Region Venetien angebaut wird. So wenig geläufig die Sorte, so berühmt der daraus vinifizierte Wein: der Soave. Meist ist er leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und viel Finesse. Die Weine zeigen Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln, Birnen und Blumen, ergänzt durch Mandel- und mineralische Noten, die vom vulkanischen Terroir stammen.

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Müller-Thurgau

Müller-Thurgau ist eine weiße Züchtung, die vor allem in Deutschland und Österreich angebaut wird. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, zeigen moderate Säure und kräftiges Aroma, meist mit einem typischen Muskatton. Müller-Thurgau-Weine sind meist trocken oder halbtrocken ausgebaut und im Stahltank vinifiziert.

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Riesling

Riesling ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten und wird auf der ganzen Welt angebaut – allen Ländern voran natürlich in Deutschland. Er ist dabei so flexibel und wandlungsfähig wie kaum eine andere Rebe.

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Verdicchio

Verdicchio ist eine sehr alte weiße Rebsorte aus Italien, die hauptsächlich in Mittelitalien angebaut wird. Die Trauben ergeben trockene bis halbtrockene Weißweine mit einer hellgelben Farbe und einem frischen, fruchtigen Geschmack. Die Aromen erinnern an grüne Äpfel, Birne, Zitrusfrüchte und Heuwiesen.

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Weißburgunder

Die Weißburgunder-Rebe – in Frankreich Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco genannt – ist das hellste Mitglied der großen Burgunder Familie. Die Sorte erbringt frische, fruchtige Weine, deren Säure je nach Machart von moderat bis kräftig variieren kann und die zarte Fruchtaromen wie Äpfel, Birnen oder Zitrusfrüchte, nicht selten ergänzt von nussigen Noten wie Mandel entwickelt.

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