Rebsorte Portugieser

Der Blaue Portugieser stammt ursprünglich aus Mitteleuropa, vermutlich aus dem Gebiet des heutigen Sloweniens oder Österreichs. Seine dünnschaligen Trauben machen ihn zwar empfindlich im Weinberg, erlauben aber einen frühen Erntezeitpunkt, was ihn vor herbstlichen Wetterumschwüngen schützt. Sie sorgen für eine eher helle, rubinrote Farbe, milde Tannine und eine angenehm unkomplizierte Struktur. Typische Aromen sind rote Beeren wie Himbeere und rote Johannisbeere, oft begleitet von feinen blumigen Nuancen oder einer dezenten Erdigkeit. Häufig wird die Sorte für die Erzeugung von frischen Roséweinen (wie dem Weissherbst) verwendet oder in leichten Cuvées eingesetzt, um diesen Frische und Trinkfluss zu verleihen. In den letzten Jahren finden sich durch gezielte Ertragsreduzierung aber auch vermehrt hochwertige, reinsortige Portugieser, die ihre bodenständige Eleganz voll entfalten. Passend zum eher leichten Charakter zeigt die Sorte ihre Stärken vor allem bei unkomplizierten Speisen. Eine deftige Brotzeit, kalte Platten oder helles Geflügel sind ihre Domäne.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Portugieser Wein

Wie schmeckt ein typischer Rotwein aus der Rebsorte Portugieser?

Ein Wein aus der Rebsorte Portugieser ist meist von einer leichten, süffigen Art. Er ist bekannt für seinen eher niedrigen Alkoholgehalt und seine weiche Textur. Am Gaumen wirkt er unbeschwert, unkompliziert und sehr zugänglich.

Welche Aromen sind charakteristisch für die Rebsorte Portugieser?

In der Nase zeigt der Portugieser ein charmantes Bukett von roten Beeren wie Himbeere und Erdbeere, oft ergänzt durch Noten von roter Johannisbeere und Sauerkirsche. Gelegentlich findet man auch dezente blumige Nuancen (wie Veilchen) oder eine leicht erdige Würze.

Stammt die Rebsorte Portugieser tatsächlich aus Portugal?

Die Antwort lautet: Nein! Auch wenn der Name es vermuten lässt, hat die Rebsorte Portugieser keine Verbindung zum Land Portugal. DNA-Analysen legen nahe, dass die Sorte aus dem Donauraum (wahrscheinlich dem heutigen Slowenien oder Österreich) stammt und im 19. Jahrhundert ihren Weg nach Deutschland fand.

Wo wird die Rebsorte Portugieser heute am erfolgreichsten angebaut?

Die größten Flächen der Rebsorte Portugieser finden wir in Deutschland, insbesondere in der Pfalz und in Rheinhessen. Auch in Österreich (hier vor allem im Weinviertel und in der Thermenregion) sowie in Ungarn ist sie weit verbreitet.

Welches Food-Pairing passt am besten zur Rebsorte Portugieser?

Der Portugieser ist der klassische Wein zur Vesper oder Brotzeit. Er harmoniert wunderbar mit Schinken, Salami und Käse. Aber auch zu warmen, eher leichten Gerichten wie gebratenem Geflügel, Schweinefilet oder herzhaften Eintöpfen ist er ein exzellenter Begleiter.

Wie unterscheidet sich die Rebsorte Portugieser vom Spätburgunder (Pinot Noir)?

Während der Spätburgunder meist komplexer, säurereicher und feingliedriger ist, wirkt der Portugieser unkomplizierter und weicher. Wo der Spätburgunder oft Aufmerksamkeit fordert, bietet der Portugieser sofortigen, barrierefreien Trinkgenuss.

Warum wird die Rebsorte Portugieser so oft als Rosé ausgebaut?

Das liegt an der dünnen Schale und der schnellen Farbabgabe. Die Rebsorte Portugieser eignet sich hervorragend für die Herstellung von Roséweinen, da sie schon nach kurzer Zeit auf der Maische ein schönes Lachsrosa liefert und durch ihre milde Säure extrem süffige, frische Sommerweine hervorbringt.

Was ist die ideale Trinktemperatur für die Rebsorte Portugieser?

Ein roter Portugieser darf gerne etwas kühler ins Glas als ein schwerer Bordeaux. Ich empfehle eine Trinktemperatur von 14 bis 16 Grad Celsius. Wenn es sich um einen Portugieser Rosé (oft als Weißherbst bezeichnet) handelt, sind 8 bis 10 Grad perfekt.

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Carignan

Der Carignan stammt ursprünglich aus Spanien – ist heute aber vor allem im benachbarten Süden Frankreichs, dem Languedoc-Roussillon zuhause. Eine tiefdunkle Farbe, kräftige Tannine und hohe Säure sind seine Kennzeichen.

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Dornfelder

Die Rebsorte Dornfelder ist die erfolgreichste rote Neuzüchtung aus Deutschland. Der Dornfelder ist bekannt für mittleren Körper und weiche Tannine – wie auch die tiefdunkle Farbe. Er darf aber nicht mit der ähnlich klingenden Sorte Dunkelfelder verwechselt werden.

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Lagrein

Der Lagrein ist die älteste urkundlich belegte Rebsorte Südtirols – erstmals 1318 erwähnt. Sein Name leitet sich vermutlich von der Vallagarina, dem südlichen Etschtal, ab.

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Mourvèdre/Monastrell

Mourvèdre ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich im Süden Frankreichs und Spanien – dort unter dem Namen Monastrell – angebaut wird. Die Weine sind tieffarbig, mittelkräftig bis kräftig, mit hohen, in der Jugend oft ruppigen Tanninen und einer moderaten bis hohen Säure.

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Regent

Der Regent ist eine rote Neuzüchtung aus Deutschland. Er wurde in den späten 1960er Jahren entwickelt, vor allem mit dem Ziel, eine ertragssichere und krankheitsresistente rote Sorte zu schaffen – und das war durchaus erfolgreich.

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Pinot Noir / Spätburgunder

Der Pinot Noir, zu deutsch Spätburgunder, ist eine heute weltweit verbreitete rote Rebsorte und zugleich Basis einiger der rarsten und exquisitesten Weine der Welt. Insbesondere in Frankreich (vor allem im Burgund) und Deutschland (an der Ahr und in Baden) hat die Sorte eine sehr lange Tradition der Exzellenz.

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Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon ist eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten roten Rebsorten weltweit. Ursprünglich aus Bordeaux, Frankreich, hat sie in vielen Weinbauregionen, wie Kalifornien, Chile und Australien, Erfolg gefunden.

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Gewürztraminer

Kaum eine Rebsorte polarisiert so sehr wie der Gewürztraminer. Schon sein Name verrät, worum es geht: um Intensität, Würze und ein unverwechselbares Aromenspektrum, das von Litschi, Bitterorange und Rosenblättern bis zu Marzipan reicht. Es ist kein dezenter Wein und das soll er auch nicht sein. Manche mögen das, andere lehnen die Duftwolke ab.

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Grüner Veltliner

Grüner Veltliner ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Österreich angebaut wird und die bekannteste Traube des Landes ist. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und einem charakteristischen Pfefferaroma, das oft mit weißen Pfefferkörnern oder Radieschen verglichen wird.

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Muscat/Muskateller

Muscat, auch bekannt als Muskateller oder Moscato, ist weniger eine einzelne Rebsorte als eine weltweit verbreitete, recht große Rebsortenfamilie zu der neben Kelter- auch Tafeltrauben gehören.

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Riesling

Riesling ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten und wird auf der ganzen Welt angebaut – allen Ländern voran natürlich in Deutschland. Er ist dabei so flexibel und wandlungsfähig wie kaum eine andere Rebe.

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Silvaner

Silvaner ist eine weiße Rebsorte, die aus Österreich stammt, ihre größte Verbreitung heute aber in Deutschland hat und hier neben dem Riesling eine wichtige Rolle spielt. Weitere nennenswerte Bestände finden sich noch im französischen Elsass. Die Weine sind bekannt für ihre frische Art, ihre Mineralität und ihren zuweilen kräftigen, erdigen Charakter.

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