Rebsorte
Saperavi

Saperavi bedeutet „Färber“ – und tatsächlich gehört sie zu den wenigen Rotweinsorten, deren Schale und Fruchtfleisch farbig sind. Das erklärt die fast tintenschwarze Farbe und die intensive Persönlichkeit ihrer Weine. Ihre Geschichte könnte schon mehr als 2.500 Jahre zurückreichen, so die Legenden, gesichert ist jedoch, dass sie im 17. Jahrhundert schon weit verbreitet war. Ursprünglich wohl aus Kachetien im Osten Georgiens stammend, wird sie dort noch immer in den traditionellen Qvevri ausgebaut – großen Tongefäßen, die in der Erde vergraben werden. Diese uralte Methode verleiht den Weinen Dichte, Kraft und eine unverwechselbare Würze. Typisch sind Aromen von Schwarzkirsche, Brombeere und Pflaume, begleitet von Bitterschokolade, Rauch und Gewürzen. Die Weine sind tief, tanninreich und dank ihrer frischen Säure erstaunlich langlebig. In guten Jahren reifen sie über Jahrzehnte. Neben den archaischen Qvevri-Weinen entstehen heute zunehmend auch modern vinifizierte Varianten, oft im Holz ausgebaut, weicher und internationaler im Stil – doch stets mit unverkennbarer Herkunft.

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Teliani Valley Winery 97 Saperavi Unfiltered 2022
Teliani Valley Winery 97 Saperavi Unfiltered 2022
Georgien
15,25 €
0,75 l,  20,33 €/l
auf Lager
Teliani Valley Glekhuri Kisiskhevi Saperavi Qvevri 2019
Teliani Valley Glekhuri Kisiskhevi Saperavi Qvevri 2019
Georgien
19,95 €
0,75 l,  26,60 €/l
auf Lager

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Saperavi Wein

Wie schmeckt ein klassischer Saperavi und welche Aromen sind typisch?

Ein Saperavi ist ein Kraftpaket. In der Nase dominieren intensive Noten von dunklen Beeren wie Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren. Dazu gesellen sich oft würzige Anklänge von Lakritz, Tabak, Leder und manchmal eine Spur von dunkler Schokolade oder Rauchnoten.

Welche Struktur in Bezug auf Tannin und Säure zeichnet den Saperavi aus?

Der Saperavi besitzt eine beeindruckende Struktur. Er hat einen hohen Tanningehalt (Gerbstoffe), der für ordentlich „Grip“ am Gaumen sorgt. Das Besondere ist jedoch die gleichzeitig lebendige Säure. Diese Kombination macht den Wein trotz seiner Fülle und Kraft niemals plump, sondern gibt ihm eine faszinierende Frische und enorme Eleganz.

Warum ist die Farbe des Saperavi so außergewöhnlich dunkel?

Das liegt an der Natur der Saperavi-Traube. Da sie zu den wenigen Teinturier-Sorten gehört, stecken die Farbpigmente (Anthocane) sowohl in der Schale als auch im Saft. Wenn du ein Glas Saperavi gegen das Licht hältst, wirst du feststellen, dass er fast blickdicht violett bis tiefschwarz ist.

Wie unterscheidet sich Saperavi von internationalen Sorten wie Cabernet Sauvignon oder Syrah?

Obwohl er die Kraft eines Cabernet Sauvignon und die Würze eines Syrah besitzt, hat der Saperavi eine ganz eigene Identität. Er wirkt oft „wilder“ und ursprünglicher. Seine markante Säurestruktur unterscheidet ihn deutlich von vielen Übersee-Weinen, was den Saperavi trotz seiner Opulenz sehr trinkig macht.

Was ist der Unterschied zwischen einem Saperavi aus dem Stahltank und einem aus dem Qvevri?

Das ist eine Stilfrage. Im Edelstahltank ausgebauter Saperavi wirkt oft moderner, fruchtbetonter und sauberer. Ein im Qvevri (der traditionellen georgischen Amphore) ausgebauter Saperavi ist hingegen ursprünglicher, erdiger und hat oft noch massivere Tannine, da der Wein lange auf der Maische (den Schalen und Kernen) liegt.

Woher stammt die Rebsorte Saperavi ursprünglich?

Die Heimat des Saperavi ist Georgien, die „Wiege des Weinbaus“. Besonders in der Region Kachetien im Osten des Landes findet die Sorte ihre vollendete Form. Dort wird sie bereits seit Jahrtausenden kultiviert und geschätzt.

Welchen Einfluss hat das Klima und der Boden auf den Charakter von Saperavi?

Saperavi ist eine sehr widerstandsfähige Sorte, die sogar extremem Frost trotzt. Am besten gedeiht sie jedoch in Regionen mit warmen Sommern, wo sie ihre volle phenolische Reife (die Reife der Kerne und Schalen) erreicht. Die kalkhaltigen und eisenreichen Lehmböden Kachetiens verleihen dem Saperavi eine mineralische Tiefe und Konzentration.

Welche Speisen harmonieren besonders gut mit einem kräftigen Saperavi?

Aufgrund seiner Struktur verlangt der Saperavi nach ebenbürtigen Partnern auf dem Teller. Er ist der perfekte Begleiter zu gegrilltem dunklem Fleisch (Lamm, Rind), Wildgerichten oder kräftigen Eintöpfen. Auch zu würzigem Bergkäse oder traditionell georgischen Gerichten mit Walnuss-Saucen ist der Saperavi eine Offenbarung.

Was ist die ideale Trinktemperatur für einen Wein aus Saperavi?

Um die Wucht und die komplexen Aromen zu bändigen, empfehle ich für den Saperavi eine Temperatur von 16 bis 18 °C. Zu warm serviert, könnte der Alkohol zu dominant wirken; zu kalt, und die Tannine wirken spröde.

Sollte man einen Saperavi vor dem Trinken dekantieren?

Absolut! Besonders junge, kraftvolle Saperavi-Weine profitieren enorm von Luft. Ich empfehle, den Wein mindestens ein bis zwei Stunden vor dem Genuss in eine Karaffe umzufüllen. Das macht ihn runder und zugänglicher.

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Carmenère gilt als die "Signature Grape" Chiles. Fast die Hälfte der weltweiten Bestände wachsen dort. Ursprünglich stammt die Sorte aber aus Bordeaux, wo vor der Reblauskatastrophe weit verbreitet war. 

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