Rebsorte
Vernatsch

Der Vernatsch ist eine Rebsorte, die in Südtirol ebenso verbreitet ist, wie in Württemberg, wo sie Trollinger heißt. Ihr offizieller Name ist Schiava, was auf eine historische Erziehungsform der Reben (vineis sclavis) zur Zeit der Langobarden zurückgeht. Vermutlich lag das ursprüngliche Anbaugebiet westlich des Gardasees. Der Name Vernatsch leitet sich wahrscheinlich von Vernaccia ab, einem mittelalterlich geschätzten Weißwein aus Ligurien. In Tirol wurde Vernatsch bereits 1490 in Tegernseer Aufzeichnungen genannt; ob damals weiße oder blaue Sorten gemeint waren, ist unklar. Sicher ist nur: Der Vernatsch hat eine lange, vielschichtige Geschichte zwischen Sprache, Kultur und Weinbau. Heute wird der so genannte Großvernatsch angebaut, der dem Trollinger entspricht. Dieser Name leitet sich wohl vom „Tirolinger“ ab, wie er 1560 erstmals erwähnt wurde. Nach einer tiefen Krise, in der der Vernatsch mit Übererträgen angebaut und zu günstigsten Preisen als Tankware „verscheuert“ wurde, erholt sich der Ruf des Weines, der eigentlich absolut zeitgemäß ist. Er besitzt Tiefe und Struktur wenn man es will, hat kein starkes Tannin und auch der Alkoholgehalt bleibt dezent. Ein Rotwein, der auch etwas für Weißweintrinker ist. 

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Kellerei Sankt Pauls Missian Vernatsch Südtirol 2024
92 Suckling
Kellerei Sankt Pauls Missian Vernatsch Südtirol 2024
Trentino und Südtirol, Italien
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0,75 l,  17,73 €/l
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Vernatsch Wein

Wie lässt sich der typische Geschmack eines Vernatsch-Weins beschreiben?

Ein klassischer Vernatsch ist ein heller, eher leichter Rotwein. Er besticht durch eine klare Frucht, die an Erdbeeren, Himbeeren und rote Kirschen erinnert. Das absolute Markenzeichen der Rebsorte Vernatsch ist jedoch eine feine, zarte Bittermandel-Note im Abgang, die ihm seine Unverwechselbarkeit verleiht.

Wie ist die Struktur von Tannin und Säure bei der Rebsorte Vernatsch?

Der Vernatsch ist für seine sehr milden Gerbstoffe (Tannine) bekannt. Das macht ihn weich und anschmiegsam am Gaumen. Er besitzt eine lebendige, aber gut eingebundene Säure, die für Frische sorgt. Da er zudem meist einen moderaten Alkoholgehalt hat, wirkt der Vernatsch nie schwer, sondern immer animierend.

Was sind die Unterschiede zwischen den Vernatsch-Appellationen wie Kalterersee und St. Magdalener?

Der Kalterersee (aus der Rebsorte Vernatsch) gilt als der weichste und leichteste Typ, ideal als Aperitif oder zur Brotzeit. Der St. Magdalener hingegen ist der „König der Vernatsche“: Er ist fülliger und komplexer, da ihm oft ein kleiner Anteil (bis zu 5 %) der kräftigeren Sorte Lagrein beigemischt wird.

Warum ist die Farbe der Rebsorte Vernatsch oft so hell?

Das liegt an der Genetik der Traube. Die Beerenhaut der Vernatsch-Traube besitzt weniger Farbpigmente als beispielsweise ein Cabernet oder Saperavi. Daher leuchtet ein Vernatsch im Glas oft in einem hellen Rubinrot, das manchmal fast an einen kräftigen Rosé erinnert.

Wo wächst die Rebsorte Vernatsch am besten?

Die absolute Heimat des Vernatsch ist Südtirol (Italien). Hier ist er seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen. Er liebt die sonnigen Hanglagen der Alpenregion, besonders rund um den Kalterer See, in St. Magdalena bei Bozen und im Meraner Land.

Welchen Einfluss hat das Terroir auf die Qualität des Vernatsch?

Der Vernatsch ist ein Spiegelbild seines Bodens. In St. Magdalena wächst er auf lockeren Porphyr- und Sandböden, was ihn kräftiger und strukturierter macht. Am Kalterer See sorgen Kalk- und Schotterböden für einen besonders weichen, seidigen und sehr trinkigen Stil der Rebsorte Vernatsch.

Was ist das perfekte Food-Pairing für einen Wein aus der Rebsorte Vernatsch?

Der Vernatsch ist der ultimative Begleiter zur alpinen Küche! Er passt perfekt zu einer Südtiroler Marende (Brotzeit) mit Speck, Schüttelbrot und würzigem Käse. Aber auch zu leichtem Fleisch wie Kalb, Geflügel oder sogar gebratenem Fisch ist der Vernatsch eine hervorragende Wahl, da er das Essen nicht erschlägt.

Ist Vernatsch eigentlich dasselbe wie der deutsche Trollinger?

Ja, botanisch gesehen ist die Rebsorte Vernatsch identisch mit dem württembergischen Trollinger. Allerdings unterscheiden sie sich stilistisch oft deutlich: Während der Trollinger in Deutschland häufig sehr leicht und manchmal mit einer dezenten Restsüße ausgebaut wird, ist der Südtiroler Vernatsch meist konsequent trocken, charaktervoll und terroirgeprägt.

Wie unterscheidet sich der Vernatsch vom Lagrein?

Das ist das Südtiroler Kontrastprogramm! Während der Lagrein dunkel, kräftig, tanninreich und schokoladig ist, steht der Vernatsch für Leichtigkeit, helle Frucht und Eleganz. Wenn der Lagrein das „Abendkleid“ ist, dann ist der Vernatsch das „bequeme Leinenhemd“.

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Trollinger

Trollinger ist eine rote Rebsorte aus Süddeutschland, insbesondere aus der Region Württemberg. Die Weine haben eine leichte, fruchtige Note und sind meist leicht und spritzig.

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Trousseau Noir/Bastardo

Der Trousseau Noir ist eine aus dem französischen Jura stammende rote Rebsorte. Während sie heute dort nur noch geringe Flächen einnimmt, spielt sie heute – unter ihrem Synonym Bastardo – eine deutlich relevantere Rolle auf der iberischen Halbinsel.

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Zinfandel

Die Rebsorte Zinfandel wird hauptsächlich in Kalifornien angebaut und ergibt kraftstrotzende, ausgesprochen wuchtige und dichte Rotweine mit meist hohem Alkoholgehalt. Der Geschmack ist geprägt von Aromen reifer, dunkler Beeren und Früchten wie Brombeere, Kirsche und Pflaume sowie würzigen Noten von Zimt, Nelken, Schokolade und Pfeffer.

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Gamaret

Gamaret ist eine Schweizer Neuzüchtung aus den 1970er Jahren. Die rote Sorte wird hauptsächlich im Wallis und Waadtland angebaut. Die Traube ist eine Kreuzung aus Gamay und Reichensteiner und wurde für die besonderen Herausforderungen des Schweizer Klimas entwickelt.

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Carmenère

Carmenère gilt als die "Signature Grape" Chiles. Fast die Hälfte der weltweiten Bestände wachsen dort. Ursprünglich stammt die Sorte aber aus Bordeaux, wo vor der Reblauskatastrophe weit verbreitet war. 

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Barbera

Barbera ist die meistangebaute rote Rebsorte im norditalienischen Piemont – aber auch in der Lombardei und der Emilia-Romagna verbreitet. Sie liefert fruchtige, zugängliche Rotweine mit intensiv rubinroter Farbe und Aromen von roten Früchten, Kirschen, Pflaumen und Gewürzen. Am Gaumen sind sie mittelkräftig, mit moderaten Tanninen und auch bei Vollreife noch lebendiger Säure.

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Verdicchio

Verdicchio ist eine sehr alte weiße Rebsorte aus Italien, die hauptsächlich in Mittelitalien angebaut wird. Die Trauben ergeben trockene bis halbtrockene Weißweine mit einer hellgelben Farbe und einem frischen, fruchtigen Geschmack. Die Aromen erinnern an grüne Äpfel, Birne, Zitrusfrüchte und Heuwiesen.

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Viognier

Viognier ist eine weiße Rebsorte, die ursprünglich aus der Region Rhône im Südosten Frankreichs stammt, heute aber in vielen Ländern angebaut wird. Sie ergibt komplexe und aromatisch dichte Weine mit kräftigem Alkohol bei moderater Säuregehalten.

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Macabeo

Macabeo, in der Region Rioja auch bekannt als Viura, ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Nordspanien angebaut wird. Die Weine sind in der Regel leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und einem frisch-fruchtige, von blumigen Noten umspielten Aroma.

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Catarratto

Der Catarratto ist eine autochthone weiße Rebe aus Sizilien, Italien. Er zählt dort zu den meistangebauten Trauben. Catarratto-Weine sind in der Regel frisch und fruchtig, mit mittlerem Körper und guter Säure. Typische Aromen sind Zitrusfrüchte, grüner Apfel und florale Noten, oft begleitet von einem Hauch von Mandel und Mineralität.

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Elbling

Elbling ist eine sehr alte weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Deutschland, insbesondere entlang der oberen Mosel, mit langer Geschichte angebaut wird. Die Weine sind leicht, frisch und spritzig, mit kräftig-markanter Säure und niedrigem Alkoholgehalt – was den Elbling auch als Grundwein für die Versektung besonders interessant macht.

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Garganega

Garganega ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in der italienischen Region Venetien angebaut wird. So wenig geläufig die Sorte, so berühmt der daraus vinifizierte Wein: der Soave. Meist ist er leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und viel Finesse. Die Weine zeigen Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln, Birnen und Blumen, ergänzt durch Mandel- und mineralische Noten, die vom vulkanischen Terroir stammen.

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