Rebsorte Carignan

Der Carignan stammt ursprünglich aus Spanien – ist heute aber vor allem im benachbarten Süden Frankreichs, dem Languedoc-Roussillon zuhause. Eine tiefdunkle Farbe, kräftige Tannine und hohe Säure sind seine Kennzeichen. Aromen von dunklen Früchten, wie Pflaume und Kirsche, dominieren das Geschmacksprofil, ergänzt wird es durch Noten von Pfeffer, Gewürzen oder Lakritz. Meist wird Carignan mit anderen Rebsorten, wie Grenache, Syrah oder Mourvèdre, verschnitten, um so die Tanninstruktur der Weine zu verbessern. In jüngerer Zeit gewinnen reinsortige Carignan-Weine an Popularität. Spätestens dort ist es notwendig, die zuweilen zu überreichen Mengen neigende Sorte im Ertrag zu beschränken.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Carignan Wein

Wie schmeckt ein typischer Wein aus der Carignan-Traube?

Carignan ist bekannt für sein dunkles, würziges Profil. In der Nase findest du oft intensive Aromen von schwarzen Kirschen, Brombeeren und Pflaumen, gepaart mit einer markanten Note von wilden Kräutern (die berühmte Garrigue Südfrankreichs), Lakritz und manchmal einer Spur von geräuchertem Fleisch oder Leder.

Wie ist die Struktur von Carignan in Bezug auf Tannine und Säure?

Carignan ist nichts für schwache Nerven! Die Rebsorte besitzt von Natur aus viel Säure und kräftige Tannine (Gerbstoffe). Das verleiht dem Wein ein sehr stabiles Gerüst und viel Frische. Damit der Wein nicht zu „rustikal“ wirkt, nutzen Winzer oft die Methode der Macération Carbonique (Kohlensäuremaischung), um die Frucht zu betonen und die Gerbstoffe weicher zu machen.

Gibt es beim Carignan auch leichtere Varianten?

Ja, absolut. Während reinsortiger Carignan oft sehr kraftvoll ist, wird er häufig in Cuvées (Mischungen) verwendet. Er bringt die Farbe und Struktur, während Partner wie Grenache für Weichheit sorgen. Es gibt aber auch wunderbare Carignan Rosés, die durch ihre lebendige Säure und Himbeeraromen bestechen.

Woher stammt die Carignan-Traube ursprünglich?

Obwohl man sie heute meist mit Südfrankreich verbindet, stammt die Sorte ursprünglich aus Spanien, genauer gesagt aus der Region Aragonien (nahe der Stadt Cariñena). Dort nennt man sie oft Mazuelo oder eben Cariñena.

Was ist das perfekte Food-Pairing für einen Carignan?

Wegen seiner würzigen Art und der guten Säure verträgt Carignan kräftige Aromen. Er ist ein genialer Begleiter zu geschmortem Lammfleisch mit Rosmarin, Wildgerichten oder einer klassischen Enten-Confit. Vegetarier sollten ihn zu Gerichten mit gerösteten Auberginen, Pilzen oder kräftigen Linseneintöpfen probieren.

Wie unterscheidet sich Carignan von Grenache?

Stell dir Grenache als den „charmanten Schmeichler“ vor (viel Alkohol, weiche Textur, rote Früchte) und Carignan als den „charakterstarken Individualisten“. Carignan hat deutlich mehr Tannin, mehr Säure und eine dunklere Farbe als Grenache. In einer klassischen Rhône-Cuvée ergänzen sie sich deshalb perfekt.

Welche Trinktemperatur ist für Carignan ideal?

Serviere einen roten Carignan am besten bei 16 bis 18 Grad. Ist er zu warm, dominiert der Alkohol; ist er zu kalt, wirken die Tannine hart und spröde.

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Grenache

Grenache ist eine rote Rebsorte, die vor allem im südlichen Frankreich und Spanien (wo sie als Garnacha bekannt ist) angebaut wird. Die Weine sind typischerweise mittelkräftig bis kräftig, mit niedrigen Tanninen und hoher Säure.

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Montepulciano

Montepulciano ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich in Mittelitalien angebaut wird. Ihre Weine sind vollmundig, extraktreich, mit kräftigem Alkohol und moderater Säure. Sie zeigen typischerweise Aromen von dunklen Früchten wie Pflaume, Kirschen, oft ergänzt durch Gewürz- oder Tabaknoten.

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Saperavi

Saperavi bedeutet „Färber“ – und tatsächlich gehört sie zu den wenigen Rotweinsorten, deren Schale und Fruchtfleisch farbig sind. Das erklärt die fast tintenschwarze Farbe und die intensive Persönlichkeit ihrer Weine.

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Zweigelt

Der Zweigelt ist eine höchst erfolgreiche rote Neuzüchtung aus Österreich, dessen Elternteile der Blaufränkisch und der St. Laurent sind. Sie erbringt violett/rote Weine von tiefer Farbe und intensiven Aromen wie Kirsche, rote und schwarze Johannisbeere oder Brombeere, dazu würzige Noten wie Vanille oder Zimt.

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Carmenère

Carmenère gilt als die "Signature Grape" Chiles. Fast die Hälfte der weltweiten Bestände wachsen dort. Ursprünglich stammt die Sorte aber aus Bordeaux, wo vor der Reblauskatastrophe weit verbreitet war. 

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Barbera

Barbera ist die meistangebaute rote Rebsorte im norditalienischen Piemont – aber auch in der Lombardei und der Emilia-Romagna verbreitet. Sie liefert fruchtige, zugängliche Rotweine mit intensiv rubinroter Farbe und Aromen von roten Früchten, Kirschen, Pflaumen und Gewürzen. Am Gaumen sind sie mittelkräftig, mit moderaten Tanninen und auch bei Vollreife noch lebendiger Säure.

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Chasselas

Chasselas ist eine weiße Rebsorte, die vor allem in der Schweiz, insbesondere im Waadtland, angebaut wird. Weiter Bestände finden sich in Frankreich, und in Deutschland und Österreich unter dem Namen Gutedel.

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Chardonnay

Der Chardonnay die meistangebaute weiße Premiumrebsorte. Seine Ursprünge liegen vermutlich im Burgund, heute ist er aber über die ganze Welt verbreitet. Einer der Gründe dieses Erfolgs: seine enorme Fähigkeit, auf sich auf unterschiedlichste Bedingungen einzustellen. 

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Müller-Thurgau

Müller-Thurgau ist eine weiße Züchtung, die vor allem in Deutschland und Österreich angebaut wird. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, zeigen moderate Säure und kräftiges Aroma, meist mit einem typischen Muskatton. Müller-Thurgau-Weine sind meist trocken oder halbtrocken ausgebaut und im Stahltank vinifiziert.

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Riesling

Riesling ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten und wird auf der ganzen Welt angebaut – allen Ländern voran natürlich in Deutschland. Er ist dabei so flexibel und wandlungsfähig wie kaum eine andere Rebe.

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Weißburgunder

Die Weißburgunder-Rebe – in Frankreich Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco genannt – ist das hellste Mitglied der großen Burgunder Familie. Die Sorte erbringt frische, fruchtige Weine, deren Säure je nach Machart von moderat bis kräftig variieren kann und die zarte Fruchtaromen wie Äpfel, Birnen oder Zitrusfrüchte, nicht selten ergänzt von nussigen Noten wie Mandel entwickelt.

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Airén

Die spanische Rebsorte Airén ist eine der meistangebauten weißen Trauben weltweit. Sie ist besonders anpassungsfähig und widerstandsfähig gegenüber Trockenheit, robust gegen die meisten Rebkrankheiten und gilt selbst auf kargen Böden als ertragreich.

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