Rebsorte Chasselas

Chasselas ist eine weiße Rebsorte, die vor allem in der Schweiz, insbesondere im Waadtland, angebaut wird. Weiter Bestände finden sich in Frankreich, und in Deutschland und Österreich unter dem Namen Gutedel. Die Weine zeichnen sich durch Leichtigkeit, Frische und moderate Säure aus. Beim Geschmack dominieren Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln, Birnen und blumigen Noten, ergänzt durch dezente Mineralität. Sie sind meist jung zu trinken, um ihre Frische und Fruchtigkeit zu bewahren. Chasselas wird als unkomplizierter, erfrischender Wein geschätzt, der sich gut als Aperitif oder Begleiter zu leichten Speisen eignet. In der Schweiz wird Chasselas mit leicht anderem Ausbau unter dem Namen „Fendant“ vinifiziert. Er gilt dann – mit nussigen und buttrigen Noten – als idealer Partner für Käsefondue und Raclette.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Chasselas Wein

Wie schmeckt ein Wein aus der Rebsorte Chasselas eigentlich?

Chasselas ist keine „Lärm-Rebsorte“ mit aufdringlichen Fruchtaromen. Er besticht eher durch seine Subtilität und Eleganz. Er schmeckt oft zart mineralisch, mit einer feinen Textur und einem sehr harmonischen, fast cremigen Mundgefühl. Oft findet man eine ganz leichte, natürliche Kohlensäure (das „Prickeln“), die den Wein lebendig macht.

Welche Aromen sind typisch für Chasselas?

In der Nase zeigt sich Chasselas eher zurückhaltend. Typisch sind Nuancen von frischen Wiesenblumen, weißem Pfirsich, Birne und manchmal ein Hauch von Lindenblüten. Je nach Boden kann er auch ausgeprägte Feuerstein-Noten oder eine dezente Nussigkeit entwickeln.

Wie ist die Säurestruktur der Rebsorte Chasselas zu bewerten?

Ein großer Vorteil für viele Weinfreunde: Chasselas besitzt von Natur aus eher wenig Säure. Das macht ihn besonders bekömmlich und mild. Dennoch wirkt er nicht langweilig, da seine Mineralität und die feine Struktur für die nötige Frische sorgen.

Woher stammt die Rebsorte Chasselas ursprünglich?

Die Herkunft war lange umstritten (man dachte sogar an Ägypten), aber DNA-Analysen haben gezeigt, dass der Chasselas aus der Genferseeregion (Leman) stammt, also aus dem Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich.

Was ist das klassische Food-Pairing für die Rebsorte Chasselas?

Chasselas ist der ultimative Begleiter zu Käse! Er ist der klassische Wein zu Käsefondue und Raclette, da seine milde Säure perfekt mit dem fettreichen Käse harmoniert. Aber auch zu leichten Vorspeisen, Süßwasserfisch (wie Felchen oder Forelle) oder einfach als eleganter Aperitif ist er unschlagbar.

Was ist der Unterschied zwischen Chasselas, Gutedel und Fendant?

Es handelt sich um die gleiche Rebsorte, nur unter anderen Namen. Gutedel ist der deutsche Name, Fendant der Name im Schweizer Wallis (weil die Beeren bei Reife beim Druck zwischen den Fingern „spalten“ – frz. fendre). Chasselas ist der international gebräuchliche und französische Name.

Hat die Rebsorte Chasselas auch Reifepotenzial?

Absolut, und das wird oft unterschätzt! Hochwertige Lagenweine (z. B. aus dem Lavaux-Gebiet) können fantastisch altern. Nach 5, 10 oder sogar 20 Jahren entwickeln sie faszinierende Aromen von Honig, Bienenwachs und gerösteten Nüssen, ähnlich wie ein gereifter Riesling oder Chenin Blanc.

Muss man Weine der Rebsorte Chasselas immer jung trinken?

Die meisten Chasselas-Weine (besonders die einfachen Gutedel oder Fendants) sind für den jungen Genuss innerhalb der ersten 1–3 Jahre gedacht. Sie leben von ihrer Frische und Leichtigkeit.

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Riesling

Riesling ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten und wird auf der ganzen Welt angebaut – allen Ländern voran natürlich in Deutschland. Er ist dabei so flexibel und wandlungsfähig wie kaum eine andere Rebe.

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Chenin Blanc

Der Chenin Blanc ist eine weiße Rebsorte, deren Ursprung im französischen Loiretal liegt und die für ihr Wandlungsfähigkeit bekannt ist. Man kann Chenin sowohl trocken als auch süß, sowohl still als auch schäumend vinifizieren. Sein Geschmacksbild ist geprägt von hoher Säure und viel Frucht wie grünem Apfel, Birne oder Quitte, oft ergänzt von Honignoten. Die Traube kann – abhängig vom Terroir und Weinbereitung – zudem sowohl mineralische als auch florale Töne zeige.

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Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten aus Frankreich. Ihren eigentlichen Ursprung hat sie an der Loire – wird inzwischen aber als zweitwichtigste Edel-Sorte nach dem Chardonnay weltweite angebaut. Insbesondere Neuseeland ist so zur zweiten Heimat des Sauvignon Blanc geworden.

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Welschriesling

Welschriesling ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Österreich und im weiteren Donauraum des ehemaligen K.u.K.-Gebiets angebaut wird. Trotz ihres Namens ist sie mit dem Riesling nicht verwandt.

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Weißburgunder

Die Weißburgunder-Rebe – in Frankreich Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco genannt – ist das hellste Mitglied der großen Burgunder Familie. Die Sorte erbringt frische, fruchtige Weine, deren Säure je nach Machart von moderat bis kräftig variieren kann und die zarte Fruchtaromen wie Äpfel, Birnen oder Zitrusfrüchte, nicht selten ergänzt von nussigen Noten wie Mandel entwickelt.

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Kisi

Kisi gehört zu den ältesten autochthonen Rebsorten Georgiens – und war doch fast verschwunden. Erst in den 1990er-Jahren wurde sie in der Region Kachetien wiederentdeckt und systematisch rekultiviert. Heute gilt sie als Symbol für die Renaissance des georgischen Weinbaus und vereint Tradition, Ursprünglichkeit und moderne Eleganz.

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Dornfelder

Die Rebsorte Dornfelder ist die erfolgreichste rote Neuzüchtung aus Deutschland. Der Dornfelder ist bekannt für mittleren Körper und weiche Tannine – wie auch die tiefdunkle Farbe. Er darf aber nicht mit der ähnlich klingenden Sorte Dunkelfelder verwechselt werden.

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Gamaret

Gamaret ist eine Schweizer Neuzüchtung aus den 1970er Jahren. Die rote Sorte wird hauptsächlich im Wallis und Waadtland angebaut. Die Traube ist eine Kreuzung aus Gamay und Reichensteiner und wurde für die besonderen Herausforderungen des Schweizer Klimas entwickelt.

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Grenache

Grenache ist eine rote Rebsorte, die vor allem im südlichen Frankreich und Spanien (wo sie als Garnacha bekannt ist) angebaut wird. Die Weine sind typischerweise mittelkräftig bis kräftig, mit niedrigen Tanninen und hoher Säure.

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Lambrusco

Lambrusco ist gleichzeitig ein Wein und ein Gattungsbegriff für eine Gruppe von Rebsorten. Von einer Rebsortenfamilie kann man angesichts der hohen genetischen Varianz eher nicht sprechen. Allen Lambrusco-Sorten gemein ist aber die Tatsache, dass sie aus Wildreben selektioniert wurden.

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Malbec

Malbec ist eine rote Rebsorte, die ursprünglich aus Frankreich stammt und heute vor allem in Argentinien angebaut wird. Die Weine sind tiefrot und vollmundig, mit mittlerem bis hohem Tannin und Säure. Malbec-Weine zeigen typischerweise Aromen von dunklen Früchten wie Pflaume und Brombeere, ergänzt durch Gewürz- und Schokoladennoten.

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Mourvèdre/Monastrell

Mourvèdre ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich im Süden Frankreichs und Spanien – dort unter dem Namen Monastrell – angebaut wird. Die Weine sind tieffarbig, mittelkräftig bis kräftig, mit hohen, in der Jugend oft ruppigen Tanninen und einer moderaten bis hohen Säure.

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