Rebsorte
Furmint

Kaum eine Rebsorte ist so eng mit einem Land und seinem berühmtesten Wein verbunden wie der Furmint mit Ungarn und dem Tokajer. Die weiße Sorte gilt als Herz und Seele des legendären Süßweins – und erlebt zugleich eine bemerkenswerte Renaissance als trockener Wein.
Furmint ist alt, traditionsreich und lange von Mythen umwoben mit Geschichten, die haben vermuten lassen, dass der Furmint einst von Außerhalb nach Ungarn gebracht würden wäre. Doch DNA-Analysen zeigen: Furmint ist ein echtes ungarisches Eigengewächs. Er entstand aus einer natürlichen Kreuzung zwischen dem Weißen Heunisch (Gouais Blanc) und einer heute kaum bekannten rumänischen Sorte. 
Die Rebe treibt früh aus und reift spät, ist empfindlich gegenüber Spätfrost und Mehltau, zeigt sich aber trockenheitsresistent. Ihre lockerbeerigen, dickschaligen Trauben prädestinieren sie für Botrytis – jene Edelfäule, die die großen Tokajer so einzigartig macht.
Neben den legendär süßen Aszú-Weinen entstehen heute immer mehr trockene Furmints: kraftvoll, mineralisch und mit Aromen von Apfel, Quitte und Honig. Ihr bestand wächst, nicht zuletzt in Österreich, wo die Rebsorte einst als K.u.K.-Rebsorte häufig zu finden war und dann nach und nach immer seltener wurde. Doch auch die Österreicher haben längst erkannt, dass Furmint zu den besten weißen Rebsorten der Weinwelt gehört.

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Vino Gross Iglic Haloze 2021
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Furmint Wein

Wie schmeckt ein typischer trockener Wein aus der Rebsorte Furmint?

Ein trockener Furmint ist ein Erlebnis! Er ist intensiv, feurig und mineralisch. Das absolute Erkennungsmerkmal ist die Note von Quitte, begleitet von Birne, Limette und weißen Blüten. Hinzu kommt oft eine rauchige, salzige Mineralität, die vom vulkanischen Boden stammt. Er ist kein "leiser" Wein, sondern präsent und charaktervoll.

Ist die Rebsorte Furmint immer süß (wie im Tokajer) oder gibt es sie auch trocken?

Das ist der größte Wandel der letzten 20 Jahre! Zwar ist der Furmint die Haupttraube für den legendären süßen Tokaji Aszú (einen der besten Süßweine der Welt), aber heute setzen Top-Winzer zunehmend auf trockenen Furmint ("Furmint Dry"). Diese Weine sind knackig, komplex und eine echte Alternative zu hochwertigem Riesling oder Chablis.

Wie beschreibt man Säure und Körper bei der Rebsorte Furmint?

Der Furmint besitzt eine extrem hohe, rassige Säure (ähnlich wie Riesling). Das gibt ihm ein enormes Rückgrat. Im Gegensatz zum Riesling hat der Furmint aber oft mehr Alkohol und Körper ("Schultern"). Zudem haben die Weine oft einen feinen, phenolischen Griff (Gerbstoff) am Gaumen, da die Traubenschalen recht dick sind.

Welche Region gilt als die absolute Heimat der Rebsorte Furmint?

Ohne Zweifel: Tokaj in Ungarn. Es ist die älteste klassifizierte Weinregion der Welt und das spirituelle Zuhause des Furmint. Hier erreicht er eine Komplexität wie nirgendwo sonst. Aber auch im österreichischen Burgenland (z.B. in Rust) und in Slowenien (dort Šipon genannt) findet man hervorragende Qualitäten.

Warum spielt die "Edelfäule" (Botrytis) eine so wichtige Rolle für den Furmint?

Der Furmint hat eine dünne Schale, die im feuchten Herbstwetter am Fluss Bodrog leicht aufplatzt. Das ermöglicht dem Pilz Botrytis cinerea den Eintritt. Die Beere trocknet zur Rosine ein und konzentriert Zucker und Säure extrem. Das ist die Basis für die weltberühmten Süßweine aus Furmint.

Was ist das ideale Food Pairing zu einem trockenen Furmint?

Ein trockener Furmint ist ein genialer Essensbegleiter, weil er Kraft und Säure vereint. Er passt hervorragend zu Schweinefleisch (z.B. Schweinebraten mit Kruste), fettreichem Geflügel (Gans) oder auch zu leicht scharfen asiatischen Gerichten.

Welchen Einfluss haben vulkanische Böden auf den Geschmack des Furmint?

In Tokaj wächst der Furmint oft auf reinem Vulkangestein (Tuff, Zeolith). Das verleiht dem Wein eine kühle, straffe Struktur und eine "feurige" Mineralität. Man hat oft das Gefühl, förmlich den Stein im Glas zu schmecken. Das unterscheidet ihn von fruchtigeren Weißweinen.

Wozu serviert man die süßen Varianten (Tokaji) aus der Rebsorte Furmint?

Hier gibt es zwei Wege zum Glück:

  • Der Klassiker: Gänseleberpastete (Foie Gras). Das Fett der Leber und die Säure/Süße des Weins sind eine perfekte Ehe.
  • Das Dessert: Ein Tokaji Aszú aus Furmint passt grandios zu Desserts mit Aprikosen, Karamell oder zu kräftigem Blauschimmelkäse (Roquefort).

Welches Glas bringt die Aromen des Furmint am besten zur Geltung?

  • Für den trockenen Furmint empfehle ich ein Universalglas oder einen nicht zu breiten Chardonnay-Kelch. Er braucht etwas Luft, aber nicht zu viel.
  • Für den süßen Furmint (Aszú) nutzen Sie bitte ein kleineres Süßweinglas, damit die intensiven Aromen gebündelt an die Nase gelangen.

Wie unterscheidet sich der Furmint vom Riesling?

Das ist der häufigste Vergleich. Beide haben die extrem hohe Säure und die Fähigkeit, das Terroir widerzuspiegeln.

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Chenin Blanc

Der Chenin Blanc ist eine weiße Rebsorte, deren Ursprung im französischen Loiretal liegt und die für ihr Wandlungsfähigkeit bekannt ist. Man kann Chenin sowohl trocken als auch süß, sowohl still als auch schäumend vinifizieren. Sein Geschmacksbild ist geprägt von hoher Säure und viel Frucht wie grünem Apfel, Birne oder Quitte, oft ergänzt von Honignoten. Die Traube kann – abhängig vom Terroir und Weinbereitung – zudem sowohl mineralische als auch florale Töne zeige.

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Chasselas

Chasselas ist eine weiße Rebsorte, die vor allem in der Schweiz, insbesondere im Waadtland, angebaut wird. Weiter Bestände finden sich in Frankreich, und in Deutschland und Österreich unter dem Namen Gutedel.

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Viognier

Viognier ist eine weiße Rebsorte, die ursprünglich aus der Region Rhône im Südosten Frankreichs stammt, heute aber in vielen Ländern angebaut wird. Sie ergibt komplexe und aromatisch dichte Weine mit kräftigem Alkohol bei moderater Säuregehalten.

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Sémillon

Sémillon ist eine weiße Edel-Rebsorte, die aus Frankreich stammt, inzwischen aber auch in der neuen Welt eine Heimat gefunden hat. Die Weine sind bekannt für ihre fruchtigen Aromen und ihren vollen Körper. Trocken zeigen Sémillon-Weine zeigen typischerweise Aromen von Zitrone oder Limette, in der süßen und edelsüßen Variante sind es Aprikose, Pfirsich, Honig, kandierte Früchte oder auch nussige Töne.

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Müller-Thurgau

Müller-Thurgau ist eine weiße Züchtung, die vor allem in Deutschland und Österreich angebaut wird. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, zeigen moderate Säure und kräftiges Aroma, meist mit einem typischen Muskatton. Müller-Thurgau-Weine sind meist trocken oder halbtrocken ausgebaut und im Stahltank vinifiziert.

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Muscat/Muskateller

Muscat, auch bekannt als Muskateller oder Moscato, ist weniger eine einzelne Rebsorte als eine weltweit verbreitete, recht große Rebsortenfamilie zu der neben Kelter- auch Tafeltrauben gehören.

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Petit Verdot

Petit Verdot ist eine rote Rebsorte, die aus dem Bordeaux stammt, heute aufgrund ihrer hohen klimatischen Ansprüche heute aber vor allem in Australien und Südamerika angebaut wird. Die Weine sind kräftig, mit hohen Tanninen und einer hohen Säure.

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Portugieser

Der Portugieser, auch Blauer Portugieser ist eine rote Rebsorte, die aus ehemaligen K.u.K-Gebieten im Nordwesten Sloweniens stammt und inzwischen hauptsächlich in Deutschland und Österreich angebaut wird. Mit dem Land, das sie im Namen trägt, hat sie dagegen nichts zu tun.

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Lambrusco

Lambrusco ist gleichzeitig ein Wein und ein Gattungsbegriff für eine Gruppe von Rebsorten. Von einer Rebsortenfamilie kann man angesichts der hohen genetischen Varianz eher nicht sprechen. Allen Lambrusco-Sorten gemein ist aber die Tatsache, dass sie aus Wildreben selektioniert wurden.

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Lemberger/Blaufränkisch

Lemberger, in Österreich besser bekannt als Blaufränkisch, ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich im Süden Deutschlands und in Österreich angebaut wird. Die Weine sind mittelkräftig bis kräftig, mit moderaten bis kräftigen Tanninen und frischer Säure. Lemberger-Weine haben viel Finesse und das Potential das Terroir, von dem sie stammen, hervorragend zu spiegeln.

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Merlot

Merlot ist eine rote Rebe, die zu den drei großen Sorten des Bordeaux zählt. Sie wird weltweit angebaut, ist aber besonders in Frankreich und Kalifornien verbreitet. Die Weine sind mittelkräftig bis kräftig, mit eher weichen Tanninen und einer moderaten Säure. Merlot-Weine zeigen typischerweise Aromen von roten und schwarzen Früchten wie Kirsche, Pflaume und schwarzer Johannisbeere, ergänzt durch Noten von Vanille, Schokolade und Gewürzen. Die Traube wird häufig in Cuvees wie im Bordeaux-Wein verwendet.

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Barbera

Barbera ist die meistangebaute rote Rebsorte im norditalienischen Piemont – aber auch in der Lombardei und der Emilia-Romagna verbreitet. Sie liefert fruchtige, zugängliche Rotweine mit intensiv rubinroter Farbe und Aromen von roten Früchten, Kirschen, Pflaumen und Gewürzen. Am Gaumen sind sie mittelkräftig, mit moderaten Tanninen und auch bei Vollreife noch lebendiger Säure.

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