Rebsorte
Gewürztraminer

Kaum eine Rebsorte polarisiert so sehr wie der Gewürztraminer. Schon sein Name verrät, worum es geht: um Intensität, Würze und ein unverwechselbares Aromenspektrum, das von Litschi, Bitterorange und Rosenblättern bis zu Marzipan reicht. Es ist kein dezenter Wein und das soll er auch nicht sein. Manche mögen das, andere lehnen die Duftwolke ab. Genetisch ist der Gewürztraminer nahezu identisch mit dem Savagnin oder Roten Traminer, doch aromatisch zeigt er sich von ganz eigenem Charakter. Er zählt zu den ältesten bekannten Rebsorten Europas und bringt goldgelbe, manchmal leicht kupferfarbene Weine hervor, die an Fülle, Duft und Ausdruck kaum zu übertreffen sind. Sein hoher Extrakt und Alkoholgehalt – oft über 14 % – werden durch Konzentration, Aromendichte und manchmal auch durch eine feine Restsüße ausbalanciert. So entstehen Weine von erstaunlicher Harmonie, die zudem hervorragend reifen können. Das ist die eine Seite des „Gewürz“, wie er im englischsprachigen Raum gerne genannt wird. Die andere ist die ganz trockene Variante, wie sie in Südtirol oft erzeugt wird und in ganz Italien sehr begehrt ist. Dazu kommt, dass man aus der spät reifenden Sorte hervorragende Orangeweine, also maischevergorene Weißweine erzeugen kann. Weltweit wächst Gewürztraminer auf rund 13.000 Hektar. In Deutschland sind es gut 1.000, in Österreich rund 280, Frankreich und Italien stellen die größten Anteile. Eine kleine, aber charakterstarke Rebe – und ein großer Verführer im Glas.

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Weingut Malat RAW Gewürztraminer 2022
Weingut Malat RAW Gewürztraminer 2022
Kremstal, Österreich
13,95 €
0,75 l,  18,60 €/l
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Weingut Tement Ried Wielitschberg Alte Reben Gewürztraminer 2021
96 Falstaff
BIO
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Weingut Tement Ried Wielitschberg Alte Reben Gewürztraminer 2021
Südsteiermark, Österreich
39,00 €
0,75 l,  52,00 €/l
auf Lager

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Gewürztraminer Wein

Wie schmeckt ein typischer Gewürztraminer und woran erkenne ich ihn sofort?

Der Gewürztraminer ist eine der aromatischsten Rebsorten der Welt. Wenn du dein Glas schwenkst, springen dir die Aromen förmlich entgegen. Das Markenzeichen ist der Duft von Litschi, Rosenblättern und exotischen Früchten wie Mango oder Maracuja. Oft gesellt sich eine feine Würze von Nelken oder Muskat hinzu – daher auch der Name.

Welche Struktur in Bezug auf Säure und Alkohol weist Gewürztraminer auf?

Im Gegensatz zu einem Riesling hat der Gewürztraminer eher wenig Säure. Das macht ihn am Gaumen sehr weich und fast cremig. Dafür bringt er oft einen höheren Alkoholgehalt mit, was ihm einen kräftigen Körper und eine gewisse Öligkeit (Viskosität) verleiht.

Ist ein Wein aus der Rebsorte Gewürztraminer eigentlich immer süß?

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum! Es gibt den Gewürztraminer in allen Varianten. In Südtirol oder Deutschland wird er oft trocken ausgebaut, was ihn zu einem herrlich würzigen Speisebegleiter macht. Im Elsass findet man ihn häufiger halbtrocken oder als edelsüße Spezialität (Vendange Tardive), wo seine natürliche Üppigkeit perfekt zur Geltung kommt.

Was ist der größte Unterschied zwischen Gewürztraminer und Riesling? 

Es ist der Kontrast zwischen Power und Präzision. Der Riesling definiert sich über seine vibrierende Säure und Mineralität. Der Gewürztraminer hingegen überzeugt durch seine pudrige Textur, die milde Säure und seine fast barocke, opulente Fülle.

Wo liegt der geografische Ursprung der Rebsorte Gewürztraminer?

Der Name lässt es vermuten: Das Dorf Tramin in Südtirol (Italien) gilt als Namensgeber. Genetisch ist die Rebsorte eine Mutation des Traminers. Heute findet der Gewürztraminer seine absolute Meisterschaft vor allem im Elsass (Frankreich), aber auch in Deutschland, Österreich und Übersee (z.B. Neuseeland).

Wie unterscheidet sich Gewürztraminer von einem Gelben Muskateller?

Beide sind "Bukett-Rebsorten", aber der Unterschied ist deutlich: Während der Muskateller eher frisch, spritzig und nach frischen Trauben schmeckt, ist der Gewürztraminer schwerer, körperreicher und duftet eher nach parfümierten Rosen und Gewürzen.

Welches Essen harmoniert perfekt mit einem Glas Gewürztraminer?

Hier spielt der Gewürztraminer seine Joker aus! Er ist der ultimative Partner für die asiatische Küche, besonders wenn Ingwer, Zitronengras oder eine leichte Schärfe (Currys) im Spiel sind. Auch zu kräftigem Rotschmierekäse wie Münster oder einer klassischen Gänseleberpastete ist er eine Offenbarung.

Welchen Einfluss haben Boden und Klima auf den Gewürztraminer?

Der Gewürztraminer ist eine Diva im Weinberg. Er mag es nicht zu heiß, da er sonst zu wenig Säure behält, aber er braucht genügend Wärme, um seine intensiven Aromen zu entwickeln. Am besten gedeiht er auf schweren Mergel- oder Lehmböden, die ihm Kraft und Extrakt verleihen.

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Traminer/Savagnin Blanc

Der Traminer, der in Frankreich unter dem Namen Savagnin Blanc bekannt ist, ist eine weiße Aroma-Rebsorte, die sich durch ihre intensive Aromatik auszeichnet. Florale Aromen von Blumen, Gewürze und Fruchtnoten, ergeben ein komplexes und zuweilen fast verstörend dichtes Duft- und Geschmacksbild.

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Sémillon

Sémillon ist eine weiße Edel-Rebsorte, die aus Frankreich stammt, inzwischen aber auch in der neuen Welt eine Heimat gefunden hat. Die Weine sind bekannt für ihre fruchtigen Aromen und ihren vollen Körper. Trocken zeigen Sémillon-Weine zeigen typischerweise Aromen von Zitrone oder Limette, in der süßen und edelsüßen Variante sind es Aprikose, Pfirsich, Honig, kandierte Früchte oder auch nussige Töne.

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Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten aus Frankreich. Ihren eigentlichen Ursprung hat sie an der Loire – wird inzwischen aber als zweitwichtigste Edel-Sorte nach dem Chardonnay weltweite angebaut. Insbesondere Neuseeland ist so zur zweiten Heimat des Sauvignon Blanc geworden.

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Grüner Veltliner

Grüner Veltliner ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Österreich angebaut wird und die bekannteste Traube des Landes ist. Die Weine sind leicht bis mittelschwer, mit moderater Säure und einem charakteristischen Pfefferaroma, das oft mit weißen Pfefferkörnern oder Radieschen verglichen wird.

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Grauburgunder

Grauburgunder, auch als Pinot Gris oder Pinot Grigio bekannt, ist eine weiße Rebsorte, die in vielen Weinregionen wie Frankreich, Italien und Deutschland angebaut wird.

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Chardonnay

Der Chardonnay die meistangebaute weiße Premiumrebsorte. Seine Ursprünge liegen vermutlich im Burgund, heute ist er aber über die ganze Welt verbreitet. Einer der Gründe dieses Erfolgs: seine enorme Fähigkeit, auf sich auf unterschiedlichste Bedingungen einzustellen. 

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Sangiovese

Sangiovese ist eine der bekanntesten roten Rebsorten Italiens und wird hauptsächlich in der Toskana angebaut. Die Weine sind bekannt für ihre nicht zu kantige Tannine, ihre kräftige Säure und ihre fruchtig-würzige Aromatik. Sangiovese-Weine zeigen typischerweise Noten von Kirschen, roten Beeren, Leder und Gewürzen.

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Trollinger

Trollinger ist eine rote Rebsorte aus Süddeutschland, insbesondere aus der Region Württemberg. Die Weine haben eine leichte, fruchtige Note und sind meist leicht und spritzig.

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Zinfandel

Die Rebsorte Zinfandel wird hauptsächlich in Kalifornien angebaut und ergibt kraftstrotzende, ausgesprochen wuchtige und dichte Rotweine mit meist hohem Alkoholgehalt. Der Geschmack ist geprägt von Aromen reifer, dunkler Beeren und Früchten wie Brombeere, Kirsche und Pflaume sowie würzigen Noten von Zimt, Nelken, Schokolade und Pfeffer.

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Zweigelt

Der Zweigelt ist eine höchst erfolgreiche rote Neuzüchtung aus Österreich, dessen Elternteile der Blaufränkisch und der St. Laurent sind. Sie erbringt violett/rote Weine von tiefer Farbe und intensiven Aromen wie Kirsche, rote und schwarze Johannisbeere oder Brombeere, dazu würzige Noten wie Vanille oder Zimt.

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Cinsault

Cinsault ist eine rote Rebsorte, die hauptsächlich im südlichen Frankreich, insbesondere im Languedoc-Roussillon angebaut wird, von wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch stammt. Sie ist hitzeresistent und bringt Weine mit leichtem Körper, niedrigen Tanninen und eher heller Farbe hervor. Typische Aromen sind rote Früchte wie Erdbeere, Himbeere und Kirsche, oft umspielt von floralen Tönen.

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Aglianico

Der Aglianico ist eine der ältesten Rebsorten aus Süditalien. Schon im 16. Jahrhundert finden sich erste schriftliche Belege für seinen Anbau. Er liefert hochwertige Weine mit tiefer rubin- bis granatroter Farbe und üppig-vielschichtigem Bouquet.

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