Weingut Schreckbichl
Als sich im Jahr 1960 26 Weinbauern aus Schreckbichl bei Eppan entschlossen, eine Genossenschaft zu gründen, galten sie als Rebellen, als sie unter der Führung von Luis Raifer ab den 1980ern strickt auf Qualitätsweinbau setzten, wurden sie Pioniere.
Wer heute durch Südtirol fährt, kann sich kaum vorstellen, dass dieser Landstrich in den 1960er Jahren bitterarm war. Den Weinbauern ging es schlecht und sie waren weitgehend von Weinhändlern abhängig, die nur geringe Preise für die Hektoliter zahlten. Zudem wurde der Weinbau zudem auf Masse, statt auf Klasse ausgerichtet, so dass Südtirol irgendwann ein Synonym war für günstigste, restsüße Literware aus Vernatsch, bekannt zum Beispiel unter dem Namen „Kalterer See Auslese“.