Weingut Omina Romana
„2.500 Jahre Weinbaugeschichte. Seit 2007 neu gedacht.“
Familie Börner
Familie Börner
Das Latium gehört zu den ältesten Weinlandschaften Italiens, doch kaum ein Weingut hat sein Terroir so konsequent neu vermessen wie Ômina Romana. 2007 gründete die deutsch-italienische Familie Börner das Gut bei Velletri, rund 40 Kilometer südöstlich von Rom, mitten in den vulkanisch geprägten Hügeln der Castelli Romani. Die Idee dahinter war ebenso einfach wie ambitioniert: herauszufinden, welches Potenzial in dieser seit mehr als 2.500 Jahren vom Weinbau geprägten Landschaft tatsächlich steckt.
Dafür wurde nicht einfach gepflanzt, was in der Region Tradition hatte. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Geisenheim und Florenz ließ die Familie Böden, Wasserverfügbarkeit und klimatische Bedingungen detailliert untersuchen. Die heute rund 70 Hektar Weinberge wurden in 60 Parzellen gegliedert, auf denen 24 unterschiedliche Bodenprofile identifiziert wurden. Erst auf dieser Grundlage fiel die Entscheidung, welche Rebsorte und welcher Klon an welchem Standort wachsen sollte. Vulkanische Ablagerungen aus Lava, Tuff, Asche und Bims sorgen dabei für eine ebenso komplexe wie mineralreiche Bodenstruktur.
„Mens et manus“ – Geist und Hand – lautet einer der Leitsätze des Weinguts. Er beschreibt einen Ansatz, bei dem wissenschaftliche Präzision und handwerkliche Arbeit unmittelbar zusammengehören. Die Reben werden engmaschig begleitet, die Erträge bewusst begrenzt und die Trauben streng selektiert. Bei den Spitzenweinen der Linie Ars Magna kann die Auswahl bereits am Stock bis zu fünfmal erfolgen. Im Keller setzt Chefönologe Claudio Gori auf lange Ausbauzeiten und eine Vinifikation, die den unterschiedlichen Rebsorten möglichst viel Eigenständigkeit lässt.
Ungewöhnlich, ja einzigartig ist dabei die Offenheit des Sortiments. Neben regionalen Sorten wie Cesanese oder Bellone spielen Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Chardonnay und Viognier eine zentrale Rolle. Sie wirken bei Ômina Romana nicht wie importierte Stilmittel, sondern als präzise Antworten auf bestimmte Parzellen und Bodenformationen. Gerade die großen Rotweine und die Weißweine der Ars-Magna-Serie zeigen, wie selbstverständlich internationale Rebsorten auf dem vulkanischen Terroir des Latiums eine eigene Handschrift entwickeln können.
Die Spitze des Portfolios bilden die Ars-Magna-Weine und Ceres Anesidora I, den das Gut selbstbewusst als „Super Roman“ bezeichnet. Dahinter steht derselbe Gedanke, der Ômina Romana seit der Gründung prägt: das Latium nicht über seine Vergangenheit zu definieren, sondern aus seinem Terroir heraus neu zu denken – ähnlich wie es Incisa della Rochetta, Antinori und Tachis einst für Sassicaia und Solaia gemacht haben.
Der Name Ômina leitet sich vom lateinischen „omen“ ab und bedeutet in der Mehrzahl „gute Vorzeichen“. Bei den Etruskern waren damit Zeichen gemeint, aus denen sich kommende Ereignisse, Wetter oder Ernten deuten ließen. Bei Ômina Romana verlässt man sich heute weniger auf die Götter – dafür umso mehr auf Terroir, Präzision und sehr viel Handarbeit.
© Fotos: Weingut Omina Romana
Preise inkl. MwSt.